| Schwanz buschig, mindestens am Ende |
| Schwarzer Streifen durchs Auge |
Kein schwarzer Streifen durchs Auge |
| Kurze Haare am Schwanzansatz, Quaste am Ende |
Schwanz gleichmäßig buschig |
Länge ohne Schwanz unter zehn Zentimeter, orangebraunes Fell |
Länge ohne Schwanz über zwölf Zentimeter, Fell am Rücken grau |
Gartenschläfer
Eliomys quercinus |
Baumschläfer
Dryomys nitedula |
Haselmaus
Muscardinus avellanarius |
Siebenschläfer
Glis glis |
Gewicht 50-180 g
Länge* 10-18 cm |
Gewicht 17-28 g
Länge* 8-10 cm |
Gewicht 15-30 g
Länge* 6-8 cm |
Gewicht 70-280 g
Länge* 12-22 cm |
| * Länge ohne Schwanz |
Siebenschläfer werfen zwischen Anfang August und Mitte September, Haselmäuse zweimal: Ende Juni und Ende Juli,
Gartenschläfer Mai-Juli und Baumschläfer Anfang Juni bis Mitte Juli. In dieser Zeit werden hin und wieder verwaiste
junge Bilche von Spaziergängern aufgefunden. Hier sind einige Tips aufgeführt, wie man sie aufpäppelt...
Anders als Brehm behauptet, können Siebenschläfer übrigens durchaus zutraulich werden und sind als Haustier eher
wegen ihrer Nagefreude ungeeignet. Zum Schutz der Möbel und Türrahmen sollte man sie in einen Käfig stecken, aber ihr
Bewegungsdrang ist groß, so daß das langfristig keine bilchfreundliche Lösung ist. Haselmäuse waren noch vor etwa hundert
Jahren übliche Haustiere.
Jugendentwicklung der Bilche
| 1 |
Körper 4 cm, Schwanz 2 cm, Gewicht 1-2 g, schüttere, sehr feine, helle Börstchen am Körper,
Finger und Zehen völlig verwachsen, Ohrmuscheln vorgeklappt und mit der Kopfhaut verwachsen. |
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Körper 1,5 cm, Schwanz 1,5 cm, Gewicht 1-2 g, nackt, blind, rosa |
| 6 |
Körper 5 cm, Schwanz 2 cm, Gewicht 5 g, Ohrmuscheln dem Hinterkopf anliegend |
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| 9 |
Körper 6 cm, Schwanz 2 cm, Gewicht 7 g |
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| 10-11 |
Erst Finger, dann Zehen völlig getrennt |
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| 12-13 |
Körper 7 cm, Schwanz 3,5 cm, Gewicht 9 g, Zähne brechen durch,
Gehörgang offen, Ohrmuscheln abstehend, ungeschicktes Laufen |
grauer Jugendpelz |
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Körper 5 cm, Schwanz 4,8 cm, Gewicht 8-9 g |
| 16 |
Dichter, kurzhaariger, dunkler Pelz am ganzen Körper |
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Augen öffnen sich |
| 18 |
|
Augen öffnen sich |
Augen öffnen sich, Zähne brechen durch |
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| 21-23 |
Körper 7 cm, Schwanz 4,5 cm, Gewicht 19 g, Augen öffnen sich.
Geruchs- und Tastsinn ausgereift. Erstmals feste Nahrung. |
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| 28 |
Körper 8 cm, Schwanz 7 cm, Gewicht 24 g |
|
erste feste Nahrung |
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| 30 |
Säugen wird zunehmend eingestellt |
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Körper 6 cm, Schwanz 6,5 cm, Gewicht 11 g |
| 33 |
Kletterfähigkeit ausgereift |
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| 35 |
Körper 10 cm, Schwanz 9 cm, Gewicht 31 g |
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Ende des Säugens |
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| 40 |
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Selbständig |
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| 46 |
Körper 10,5-12,5 cm, Schwanz 9-11 cm, Gewicht 50-53 g,
weitgehend selbständig, Schwanz wird buschiger |
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| 57-60 |
Körper 11-13,5 cm, Schwanz 10-12 cm, Gewicht 71-85 g |
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Körper 7 cm, Schwanz 8,5 cm, Gewicht 17 g, selbständig |
| 67 |
Gewicht 106-116 g, beginnen, zum Winterschlaf in die Erde zu gehen. |
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Bilche, die zu jung sind, um selbständig zu fressen
Ihre Pflege ist eine Vollzeitaufgabe. Bilchbabies bekommen am besten Esbilac, einen beim Tierarzt erhältlichen Muttermilchersatz;
von anderer Milch können sie Durchfall bekommen. Bis man den Milchersatz beschafft hat, kann man sich mit sterilisierter Kondensmilch
behelfen; nur wenig verdünnen, da Bilchmilch sehr fett ist. Bei Durchfall kleine Mengen Heidelbeersaft oder Tee probieren. Sehr junge
Tiere können sich nicht selbständig entleeren; man streicht ihnen dazu leicht mit einem warmen nassen Wattebausch oder dem Finger
über die Genitalien (sonst erledigt das die Bilchmutter mit der Zunge). Solange sie nackt sind, sollten sie mit Hilfe eines
Heizkissens oder einer Wärmflasche gewärmt werden. Solange sie nicht ausreichend erwärmt sind, trinken sie nicht. Achtung: nicht
überheizen, sonst dehydrieren sie. Die unmittelbare Gefahr besteht vor allem im Flüssigkeitsmangel, der zuerst behoben werden muß.
Die ersten 12 oder 24 Stunden sollten sie keine Milch bekommen, sondern nur Fencheltee, dann langsam an die Milch gewöhnen (zuerst
verdünnen). Vor dem Füttern wiegen und dann die Hälfte des Körpergewichts zufüttern Dazu eine Pipette o.ä. benutzen (Vorsicht: die
Flüssigkeit darf nicht in die Lunge gelangen). (Das mit der Hälfte des Körpergewichts stimmt eventuell gar nicht; für diesen Hinweis
danken wir Michaela Schörg-Oppowa. Wichtig ist halt, dass die Jungen nicht ab- sondern zunehmen und so viel trinken, wie sie wollen.)
In der ersten Lebenswoche sollten sie alle 1-2 Stunden gefüttert werden (sechs- bis achtmal täglich und mindestens einmal nachts),
in der zweiten Woche alle 3-4 Stunden (fünf- bis sechsmal täglich, einmal nachts), später viermal täglich. Die erste feste Nahrung
sollte nicht zu hart sein.
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