Home Eichhörnchen-Station, Eva Karrer, Wagenbreche, 8180 Bülach

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Die Auswilderung
In der freien Natur sind Eichhörnchen mit acht Wochen weitgehend selbständig, bleiben aber noch einige Zeit in der Nähe der Mutter. Bei unseren Schützlingen darf man, je nach Entwicklungsstand und Wetterbedingungen, etwas zuwarten, d.h. mindestens 12 Wochen.

Für eine glückliche Auswilderung suche man einen geeigneten Platz im Wald (Mischwald mit vielen Tannen), abseits von Strassen und weg von Bauernhöfen mit Katzen. Den Kobel, der zwei Ausgänge haben muss, einen davon zur Stammseite, befestigt man in einer Astgabel, ca. 5 Meter ab Boden. Es ist wichtig, dass sie am Anfang ein ihnen bekanntes Nest haben. Weitere Nester werden sie sich selber bauen. Je nach Jahreszeit füttert man sie draussen noch während einiger Wochen weiter, ev. sogar über den ersten Winter. Eine grössere Blechdose, verkehrt in den Boden gerammt, mit einer seitlich eingeschnittenen, runden Öffnung, eignet sich gut als Futterdepot.

Es lässt sich nicht vermeiden, dass durch den nahen Kontakt zum Menschen (besonders wenn es sich um ein Einzelkind handelt), eine grosse Zutraulichkeit entsteht, die aber für die erste Zeit der Auswilderung eher hilfreich ist. Als ausgesprochene Einzelgänger und dank vieler angeborener Fähigkeiten, finden sie sich in der freien Natur jedoch schnell zurecht.

Uns allerdings kommt es hart an, den kleinen Gast gehen zu lassen. Für ein trauriges Käfigleben haben wir ihn aber nicht gross gezogen, und so bringen wir ihn zurück in den Wald. Wenn wir dann sehen, mit welch begeisterten Sprüngen er Besitz ergreift von seinem Baum, wissen wir, dass er jetzt am richtigen Ort ist.

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